Im Oktober 1979 wurde die koreanische Schule München von der Sozialberaterin der Caritas Frau Shin Nam-Ja gegründet. Die Aufgabe der Schule sollte es sein Kindern aus koreanischen Familien, die in Deutschland leben oder von deutsch-koreanischen Eltern die Möglichkeit zu geben ihre Muttersprache zu lernen, zu bewahren und zu vertiefen. In einem fremden Land ist es nicht immer einfach seinen Kindern die Sprache der fremdsprachigen Eltern oder eines der Elternteile ausreichend zu vermitteln. Jeder, der vor einer solchen Aufgabe stand, weiß das.

Es gab in den Jahren der Existenz der Schule viele Unterstützer und Mitarbeiter der Schule von denen hier einige stellvertretend für viele andere genannt werden sollen. Einmal Frau Brandstätter, die von 1986 bis 97 Verantwortung für die Schule inne hatte. Sie war ebenfalls Sozialberaterin der Caritas. Sie hat die Schule über einen sehr langen Zeitraum über viele Schwierigkeiten hinweg geleitet. Dann muss Herr Nam Shin genannt werden. Er hatte die Schuldirektorenstelle zwischen 1991 und 97 inne. Er war der Gründer der Schulzeitschrift „Hangul Ban“, die noch heute erscheint und organisierte zu seinem Abschied eine Koreareise für unsere Schüler.

Die Schule wurde 1979 zwei-klassig gegründet. Es gab eine Klasse für die Schulkinder und eine für die Kindergartenkinder. Aktuell ist die Schule sechs-klassik. Der Unterricht war ursprünglich zweistündig, inzwischen ist er vierstündig geworden. Die Aufgabe der Schule ist natürlich nicht nur den Kindern die koreanische Sprache in Wort und Schrift zu vermitteln, sondern eine weitere wichtige Aufgabe ist die Vermittlung der koreanischen Kultur. Dies geschah dabei nicht nur im Unterricht, sondern auch in eigenen Spezialfächern, als da waren Kalligraphie, koreanische Musik und Tanz, Tae-kwon-do und koreanische Handarbeit (aktuell von Frau Chung-Seidel Mi-Ja angeboten). Die Schülerzahl schwankte in der Jahren zwischen 25 und 50 Schülern. Man kann sich vorstellen, daß das Überleben der Schule stark mit der Zahl der Schüler zusammenhängt. Wenn die Zahl sehr niedrig ist, dann ist nicht nur die finanzielle Existenz gefährdet.

Wir sind nun schon seit gut 10 Jahren im Berufsbildungszentrum in der Lindwurmstraße untergebracht und sind mit den Räumlichkeiten sehr zufrieden. Man kann sehen, daß sich die Schule in den 25 Jahren ihres Bestehens deutlich weiterentwickelt hat. Wir sind aber auch heute immer noch daran interessiert deutlich mehr Schüler zu unterrichten. Auch Erwachsene sind willkommen z.B. die deutschen Partner deutsch-koreanischer Paare. Es gibt einen Anfänger- und einen Fortgeschrittenenkurs bei dem auch Erwachsene teilnehmen können. Der Unterricht macht richtig Spaß.

1997 hat sich das Erscheinungsbild der Schule deutlich gewandelt. Aus finanziellen Schwierigkeiten und wegen Raumproblemen wurde der Verein „Koreanische Schule München e.V.“ als Träger der Schule gegründet. Die Gründung dieses gemeinnützigen Vereins war eng mit dem Engagement des Ehepaars Prasse verbunden. Frau Prasse war damals auch unsere Vereinsvorsitzende. Die Hauptziele des Vereins sind dabei im Wesentlichen folgende drei. Die Finanzierung der Schule, die Sicherung von Schulräumlichkeiten und die Werbung für die Schule und damit insgesamt die Sicherung des Unterrichts. Im Wesentlichen lebt die Schule vom Schulgeld der Schüler. Dieses konnte mit € 30,- pro Kind und Monat (€ 25,- für das 2.) sehr niedrig gehalten werden.

Folgende Aktivitäten der Schule sollen genannt werden, damit man sich vorstellen kann, was Schule und Verein außer den oben genannten Unterrichtsaktivitäten sonst noch so machen. Vor Weihnachten gibt es ein Weihnachtsfest, im Frühjahr machen wir einen Basar und im Sommer ein Sportfest im Ostpark.

 

Der Vorstand des Vereins ist heute folgendermaßen zusammengesetzt: Stand ab 11.2015

Vorstandsvorsitzende : Frau Para Chang 

1. Stellvertreter und Schulleiter: Herr Daelim Park

2. Stellvertreter: Frau Jungsun Cho 

Schriftführer: Frau Xin Liu  

Kassenwart: Frau Busook Yoo

Kassenprüfer: Herr H.-P. Fricke und Herr Dr. C. Seidel

 

Den Lehrer/innen gebührt Dank für die viele Mühe und Liebe, mit der sie unsere Kinder unterrichten.

Die Schule würde nicht funktionieren ohne das Zusammenwirken der Beteiligten, der Eltern, vor allem der Mütter, der Lehrer, der Schüler, die jeden Samstag ihre freie Zeit investieren und der Gönner, die uns vor allem finanziell immer wieder unterstützen. Allen wollen wir recht herzlich danken. Ohne Sie würde es die koreanische Schule München nicht geben.

 

Dr. Ch. Seidel